++ Dänemark ++

Dänemark gilt gemeinhin - zurecht - nicht als Science-Fiction-Hochburg. Aus Kostengründen drehte aber der Produzent und Regisseur Sidney Pink in den 60ern dort zwei Filme (den grottigen Monster-Film "Reptilicus" und den deutlich besseren "Journey to the Seventh Planet"), die heutzutage von Trash-Fans verehrt werden. Die Drehbücher beider Filme stammen übrigens von dem aus Dänemark stammenden Ib Melchior, der jedoch ironischerweise während der Drehs nicht vor Ort war.

Leider (Trash-Freunde sagen wohl eher: gottseidank) war Sid Pink damals als Regisseur sehr unerfahren, aber dennoch mit einem großen Ego ausgestattet, und die dänischen Effekt-Spezialisten hatten ebenfalls mit SF-Effekten keine Erfahrung, so dass beide Streifen in den USA umfangreich nachbearbeitet wurden und die dänischen Original-Effekte insbesondere in "Journey to the Seventh Planet" nur noch teilweise zu sehen sind.

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Reptilicus DVD

Reptilicus

Dänemark, USA, 1961

Ich bin kein großer Freund des "Creature Feature"-SF-Untergenres. Dementsprechend schaue ich mir "Monster Movies" eher selten an, und solche sind auf dem neunten Planeten daher bisher unterrepräsentiert. "Reptilicus" ist trotzdem Pflichtprogramm, nicht wegen der typischen "Monster on the loose"-Geschichte, sondern der Mitarbeit von Ib Melchior, der langsam aber sicher zu einem meiner Lieblings-Science-Fiction Drehbuch-Autoren und -Regisseure wird. Was aber nicht an "Reptilicus" liegt, der dann doch ziemlich grottig und daher vor allem für Trash- und beinharte Filmmonster-Fans interessant ist.

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Journey to the Seventh Planet DVD

Journey to the Seventh Planet

Dänemark, USA, 1962

Vom gleichen Autoren- und Produzenten-Team, das uns schon "The Angry Red Planet" bescherte, stammt auch auch das SciFi-Kleinod "Journey to the Seventh Planet", das bizarrerweise in Dänemark gedreht wurde. Es ist dabei aber fast beruhigend zu wissen, dass nicht nur osteuropäische Filme von ihren US-Vertrieben gefleddert und nachbearbeitet wurden, sondern auch hier eben mal etliche Spezialeffekte ausgetauscht wurden, zum Teil sogar durch aus anderen Filmen entnommenes Material, weil die dänischen Bemühungen zu schlecht seien. Schade, schade, denn zu gerne hätte ich gesehen, was das dänische Team selbst auf die Beine gestellt hatte, wenn das noch mülliger als die schließliche US-Stop-Motion war.

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