++ Pianeta degli uomini spenti, Il ++
"Battle of the Worlds" (ital. "Il Pianeta degli uomini spenti") ist ein weiterer Italo-Bunsenbrenner-Film von "Gamma I"-Meister Antonio Margheriti und visuell sein beeindruckenster - was man sogar anhand der im Billig-DVD-Umlauf befindlichen Version erkennen kann, die anscheinend aus einer 16mm-Kopie erstellt wurde und leider schlechtes Bild und üblen Ton hat. Schade, wirklich schade.
Inhaltlich variiert "Battle of the Worlds" Themen, die auch in Margheritis anderen Filmen auftauchen.
Darunter wie schon in "Wild, Wild Planet" den Interessenkonflikt zwischen Wissenschaft und Militär, allerdings unter umgekehrten Vorzeichen: Dort war der Wissenschaftler charmant, aber ein Bösewicht, hier ist Professor Benson zwar einer der "Guten", aber ein arrogantes Ekel.
Wie in "War Betweens the Planets" bedroht hier ein wandernder Planet die Erde, und wie in "Assignment: Outer Space" gibt es einen außer Kontrolle geratenen Supercomputer.
Claude Rains (den meisten wohl als Capt. Renault aus "Casablanca" bekannt) gibt als exzentrischer Prof. Benson, der in seinem Gewächshaus Formeln auf Blumentöpfe kritzelt, wüst über-schauspielernd alles - was etwas zu viel ist, aber zum Unterhaltungswert des Films beiträgt.
Und zum Finale auf dem "Outsider", dem Planeten-Irrläufer, verwandelt sich "Battle of the Planets" in eine psychedelische, farbige Bilderorgie, in der eine großartige Einstellung die nächste jagt. Labyrinthische Gänge, verschlungene venenartige Röhren, pulsierendes Elektronenhirn, glitzernde Wände - eine Lehrstunde dessen, was man auch mit einem beschränkten Budget anstellen kann.
Diese Bilder und der sehr interessante, eindringliche, teilweise fast avantgardistisch-atonale Orchestersoundtrack geben "Il Pianeta degli uomini spenti" eine ganz eigene, eindrucksvoll-beeindruckende Atmosphäre. Fast ein vergessener Klassiker.


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