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++ Pianeti contro di noi, I ++

Normalerweise mag ich meine 60er Science Fiction lieber etwas handfester, sprich: Aliens, Raumschiffe, Laserkanonen und fremde Planeten dürfen's schon sein. Das in Betracht gezogen, nämlich die Tatsache bedacht, dass "The Planets Against Us" davon so gut wie nichts zu bieten hat (das abgebildete DVD-Cover ist - ähnlich wie des öfteren die Trailer zu anderen Filmen - in dieser Hinsicht irreführend), schlägt der Film sich erstaunlich gut. (Zugegebenermaßen schadet es dabei nicht, dass es ein paar rassige italienische Darstellerinnen zu sehen gibt, vor allen zu Zeiten, als Frauen im Film auch noch nach Frauen aussahen.)

Auf dem Papier kommt "The Planets Against Us" als eine Art Alien-Invasion-Film rüber: Außerirdische schicken cybernetische Wesen (ein ziemlich frühes Auftauchen von Cyborgs, übrigens; der Film stammt von 1962), die allesamt aussehen wie der Sohn eines berühmten Wissenschaftlers, der bei einem von den Aliens verursachten Flugzeug-Absturz ums Leben kam, auf die Erde, um einen Angriff vorzubereiten, in dem sie Flug- und Raumhäfen sabotieren sowie sich für eine Lähmungsgas interessieren, das ein italienischer Forscher entwickelt hat. Dem kommt die UNO allerdings relativ schnell auf die Schliche und unter der Leitung eines amerikanischen Professors beginnt die Jagd auf die außerirdischen Maschinenmenschen, die sich schließlich auf Rom konzentriert, wo einer der Cyborgs über die Boheme-Kreise, in denen die Verlobte des Giftgas-Forschers verkehrt, an diesen heranzukommen versucht und ihm dabei durch seine dunkle, wortkarge, mysteriöse Art reihenweise Frauen verfallen (die wirklich interessanten Männer scheinen nur Außerirdische zu sein...)

Wenn es in dem Film um etwas geht, dann vor allem um die unterschwellige Angst, zu einer seelenlosen, austauschbaren Maschine zu werden. Nicht nur, dass die böswilligen Invasoren sich solcher bedienen (die Hauptdarsteller Michel Lemoine mit düster-stechendem Blick und Null-Mimik darstellt), auch das oben erwähnte Gas führt zu Lähmung und zeitweisem Verlust der motorischen Fähigkeiten, ohne zu töten, und der Cyborg beherrscht obendrein die Kunst telepathischer Hypnose, die seine Opfer zu willenlosen Geschöpfen macht, die ihm zu Diensten sind und dies anschließend vergessen. Aber auch eine Dosis Atom-Angst kann Anfang der Sechziger nicht schaden: Der Cyborg scheint, wenn er denn auf Gewalt zurückgreifen muss, seine Opfer mit Hilfe von Kernenergie zu verbrennen und zu pulverisieren; jedenfalls strahlt's anschließend ringsum.

Zwar zieht sich dies alles ein wenig, aber trotzdem verströmt "The Planets Against Us" eine ordentliche Portion angestaubten Charmes - vor allem über die Überwachungsmaßnahmen der italienischen Polizei -, auch wenn er letztendlich kein wirkliches Genre-Highlight ergibt.

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