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++ Queen of Blood ++

Menschliche Rettungsmission landet auf Planeten, von wo sie ein Alien mit auf den Heimflug nimmt, das auf diesem Stück für Stück die Besatzung dezimiert. Kommt bekannt vor? Klar, ist schließlich die Grundgeschichte von Queen of Blood, 1960. Und von It!, 1958. Und von Planet der Vampire, 1965. Und von Alien, 1979. Natürlich gibt es Gründe dafür, warum dieser als Klassiker gilt, und jene nahezu vergessen sind.

"Queen of Blood" etwa sorgt durch die nahezu apathische Unbesorgtheit und grenzenlose Naivität der menschlichen Astronauten gegenüber ihrem außerirdischen "Gast" für Kopfschütteln. Jeder Ansatz von gespanntem Mitfiebern wird durch die anscheinende Indifferenz der Hauptfiguren unterminiert.

Außerdem stört den Spannungsaufbau, dass die Geschichte - etwas weniger geradeaus als obige Kurzversion geht's natürlich doch zu - unnötige Umwege einschlägt. Ohne diese könnte man sich viel stärker auf Atmosphäre und die Beziehungen zwischen den so leider eher blass bleibenden Figuren konzentrieren (eine nette, aber nicht ausgereizte Idee war z.B., dass beim genretypischen getrennten Liebespaar diesmal und ausnahmsweise zuerst der Mann zurückbleiben muss und die weibliche Astronautin auf eine gefährliche Mission geht). So wird z.B. einer der ursprünglich als Hauptfigur aufgebauten Astronauten auf einem Marsmond seinem bis zum Ende des Films ungeklärten Schicksal überlassen.

Nicht, dass jetzt alles an "Queen of Blood" schlecht oder mittelmäßig wäre. Es gibt nämlich einige sehr schöne Bilder zu sehen, z.B. ist die Qualität der Effekte durchaus bemerkenswert. Gerade die Modellbauten und Interieurs der Alien-Welt sehen für die Entstehungszeit sehr gut aus.

Und dies liegt daran, dass sie aus dem sowjetischen Film "Begegnung im All" stammen, der "Queen of Blood" auch den ersten Teil seiner Geschichte verleiht; "Queen of Blood" ist zu großen Teilen ein Remake einer russischen Vorlage. Bis zur "Rettung" der Außerirdischen laufen nämlich beide Filme fast identisch ab, nur dass in "Queen of Blood" amerikanische Schauspieler zwischen die aus dem russischen Original übernommenen Trick-Aufnahmen geschnitten sind.

Die komplette "Böses Alien"-Geschichte gehört aber nur zur amerikanischen Version; aufschlussreich: Dem heldenhafte und humanitäre Ideale propagierenden russischen Film steht das stark auf Spannung und Action setzende Hollywood-Prinzip entgegen.

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