++ Robinson Crusoe auf dem Mars ++
Wenn die Leere und Weite der Meere keine mehr scheint, ist es nur logisch, die Geschichte des Schiffbrüchigen Robinson Crusoe in den Weltraum, die "letzte Grenze", zu verlegen. Genau das macht "Robinson Crusoe on Mars", und mit dem Titel ist der Film auch schon fast hinreichend beschrieben. Vielleicht war dies dem deutschen Verleih nicht spektakulär genug. Denn für den hiesigen Kinostart wurde daraus "Bruchlandung im Weltraum", erst im Fernsehen lief der Film unter der wortgetreuen Übersetzung des Titels, "Robinson Crusoe auf dem Mars".
Eine Inhaltsangabe erübrigt sich also fast. Ein NASA-Raumschiff wird von einem irrlaufenden Meteoren auf eine Mars-Umlaufbahn gezwungen. Die beiden Besatzungsmitglieder und deren Bordaffe Mona steigen in Rettungskapseln aus. Der Kommandant kommt bei der Bruchlandung auf dem Mars um, aber Co-Pilot Kit Draper und Mona überleben.
Draper und Mona schaffen es, mit Hilfe Sauerstoff enthaltender, brennbarer Steine, essbarer Pflanzen und einem Wasserreservoir in einer Höhle zu überleben (man sieht, wissenschaftliche Genauigkeit in der Beschreibung des Mars sollte man nicht erwarten). Natürlich setzt ihm die Einsamkeit zu, aber schließlich bekommen sei einen Außerirdischen (mit alt-ägyptischem Aussehen, lange vor "Star Gate") als Kumpanen, ein Sklave einer weiteren außerirdischen Rasse, die mit Gefangenen und Minenraumschiffen (umgemodelte Modelle der Raumschiffe aus "Krieg der Welten", der ebenfalls von Regisseur Byron Haskin inszeniert wurde) gelegentlich den Mars bearbeiten. In der einzigen expliziten Anspielung an Danial Defoe nennt Draper diesen "Friday". Einer der Drehbuch-Autoren war übrigens ein für Leser dieser Seiten inzwischen fast Altbekannter, Ib Melchior.
Aus der eigentlich wenig aufregenden Geschichte wird dank der ordentlichen Inszenierung ein etwas biederer SciFi-Film, dessen größter Pluspunkt wohl die gelungene Szenerie ist: Die Außenaufnahmen wurden großteils im Death Valley gedreht, was dank filmtechnischer Nachbereitung eine fast überzeugende außerirdische Landschaft ergibt. Bemerkenswert ist auch, dass die Raumschiffe in "Robinson Crusoe on Mars" im Gegensatz zu vielen anderen Science-Fiction-Film so flott über die Leinwand sausen, dass sie tatsächlich den Eindruck von großer Geschwindigkeit vermitteln (und wahrscheinlich hilft dies auch dabei, bei genauerer Betrachtung weniger überzeugende Trickarbeit zu kaschieren...)
Lange Zeit war an "Robinson Crusoe on Mars" eher schwer heranzukommen. Im September 2007 erschien aber endlich eine amerikanische DVD im Rahmen der Criterion Collection (vor Jahren gab es bereits eine Criterion-Laser-Disk-Fassung).


So unterschiedlich können Meinungen sein. Ich empfand den Film schon bei seiner Erstausstrahlung in der ARD (späte 1970iger Jahre - soweit ich mich erinnere) als ein sehr langweiliges Machwerk, mit schlechten Tricks. Die Umgebauten "Krieg der Welten" Raumschiffe "springen" eher, als das sie den Eindruck von Fliegen erwecken. - Erinnern Sie sich an die "Frogs - Raumschiffe" bei Raumpatrouille - Planet außer Kurs - oder war das die Sache mit den "Telenose" Strahlen? So hüpfen auch diese Schiffe durch die Szene. Wahrscheinlich wurden einfach Folien in Trickfilm art mit den Raumschiffen über Standfotos gezogen.....
Kein Film, den man öfters sehen möchte. Die Inszenierung ist doch sehr zäh. Bemerkenswert vielleicht noch die Akt - Szene des Hauptdarstellers, wenn gleich auch in "100km" Entfernung, wo ansonsten zu 99,9 % nur leicht bekleidete Frauen durch die Sci-Fi Papp - Deco jener Jahre laufen.....*G*
Ich finde diesen Film sehr gut hab ihn mir schon mehrere male angeschaut.das die tricks nicht so überwältigent sind ist bei diesem machwerk auch nebensächlich da hier mehr die stimmung des films im fordergrund steht.Da dieser film auch schon ziehmlich alt ist sind die effekte natürlich ein wenig zää. LG
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