++ Strange World of Planet X, The ++
Diese britische Produktion (US-Titel "Cosmic Monsters" bzw. "The Cosmic Monster") ist eine Art Partner-Film zu "The Trollenberg Terror": Beide stammen aus dem gleichen Jahr, beide entstanden aus einer Fernseh-Mini-Serie, Forrest Tucker ist der in beiden der Hauptdarsteller und beide wurden in den USA zusammen als Double Feature gezeigt.
Wie für die meisten britischen SciFi-Filme aus den 50er und 60er Jahren gilt auch für "The Strange World of Planet X", dass er etwas sorgfältiger produziert ist als vergleichbare US-Produktionen, wenn auch nicht ganz so hochwertig wie die besten amerikanischen oder britischen Filme. Gut lässt sich dies nicht nur an einigen atmosphärischen Außenaufnahmen - etwa den Szenen im Wald - festmachen, sondern auch an manchen Trick-Aufnahmen: Die Bilder mutierter Riesentiere bestehen auch hier lediglich aus Großaufnahmen von normalen Spinnen und Eidechsen; aber diese sind wesentlich besser mit den Aufnahmen der Schauspieler zusammenmontiert, als es in vielen anderen Filmen der Fall ist, so dass der entstehende Eindruck nicht ganz so käsig und billig ist.
Inhaltlich geht es mal wieder um die Gefahren unbedachter bzw. skrupelloser Wissenschaft, nur dass hier statt der üblichen Atom-Gefahr starker Magnetismus die Katastrophe auslöst: Mit seinen Experimenten schießt Dr. Laird ein Loch in die Ionosphäre, durch das kosmische Strahlung auf die Erde trifft, die Menschen gewalttätig werden und Tiere mutieren lässt sowie Naturkatastrophen auslöst. Daraufhin kommt ein Außerirdischer auf der Erde, der Lairds Mitarbeiter Gil Graham (Forrest Tucker) und den Behörden hilft herauszufinden, was eigentlich los ist und außerdem die Menschheit davor warnt, weiterhin solchen Quatsch zu machen.
Immerhin: Eine nicht komplett unoriginelle Geschichte nach einem etwas anderen Strickmuster, auch wenn es auch in "The Strange World of Planet X" einige Klischee-Elemente gibt, wie z.B. die unvermeidliche Love-Story zwischen Forrest Tuckers Figur und einer weiblichen Mitarbeiterin von Dr. Laird, der französischen Computer-Programmiererin Michele Dupont (vielleicht eine Verbeugung vor den großteils weiblichen Programmiererinnen von ENIAC, einem der ersten frei programmierbaren Rechner).
Der Original-Titel "The Strange World of Planet X" hat mit dem Inhalt des Films wenig zu tun: ein Planet X kommt nicht vor; es werden nur einige Presse-Artikel zitiert, die spekulieren, dass die oben erwähnten Phänomene und Vorkommnisse von Aliens von einem solchen Planeten verursacht werden könnten. Der US-Titel "The Cosmic Monster" klingt auf den ersten Blick auch nicht sinnvolller, ist aber cleverer: Es kommen zwar keine eigentlichen "kosmischen Monster" im Sinne von außerirdischen Biestern vor, aber einer der Dialogsätze im Film lautet: "Man is the cosmic monster".


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