++ ++

++ Terror in the Midnight Sun ++

Wie im Fall von "Journey to the Seventh Planet" oder des unvergesslichen "Reptilicus" handelt es sich bei "Terror in the Midnight Sun" von 1959 um eine amerikanisch-skandinavische Co-Produktion, wobei hier in Schweden statt in Dänemark gedreht wurde. Und wie die genannten Filme wurde auch "Rymdinvasion i Lappland" (der schwedische Titel, "Rauminvasion in Lappland") in der ursprünglichen Fassung nie in den USA gezeigt. Erst 1962 kam eine stark bearbeitete Fassung des Films unter dem Namen "Invasion of the Animal People" in die amerikanischen Kinos, die eher eine Verschlimmbesserung des Originals darstellt. Dankenswerterweise enthält die DVD-Ausgabe von "Something Weird Video" beide Versionen.

Dass "Terror in the Midnight Sun" selber nicht unbearbeitet auf den Markt geschmissen wurde, ist fast erstaunlich angesichts der nicht gerade hohen Qualitätsstandards, die Ende der Fünziger bei SF-Film-Produzenten herrschten: Der Streifen ist zwar ziemlich langatmig und nicht gerade spannend, aber in dieser Hinsicht nicht dramatisch schlimmer als andere Filme aus diesen Jahren. Es wird z.B. erstaunlich viel Ski gefahren (mehrfach jeweils minutenlang), andererseits bieten diese und andere Szenen, die offensichtlich wirklich im Norden Schwedens gedreht wurden, immerhin einen halbwegs exotischen Schauplatz für die ansonsten nicht allzu ausgefallene Geschichte:

Ein seltsamer Meteroid stürzt auf den Norden Lapplands, Wissenschaftler werden entsandt, um ihn zu untersuchen (und die hübsche Nichte des unvermeidlichen amerikanischen Professors, übrigens eine olympische Eiskunstläuferin, ist zufällig auch vor Ort, was des Professors Assistenten erfreut - und die Monster auch), der Meteroid ist ein Raumschiff voller glatzköpfiger (Klischee-Alarm) Außerirdischer, und riesige Fellmonster mit ebergleichen Hauern terrorisieren die Lappländer und können nur durch eine sanfte Feuerattacke vernichtet werden - woraufhin die glatzköpfigen Außerirdischen kommentarlos verschwinden.

Allerdings wird im Verlaufe des Film nicht klar, ob die Monster eine Verbindung zu den Außerirdischen haben, etwa von diesen entsandt wurden, oder ob beide Parteien mehr oder weniger zufällig am gleichen Ort waren, ob die Monsten vom landenden Raumschiff geweckt wurden, was auch immer: Die Aliens sitzen stumm in ihrem runden Raumschiff und gucken raus, die Monster wanken durch die Gegend, zertrampeln Hütten und entführen Eiskunstläuferinnen.

Insgesamt besitzt "Terror in the Midnigh Sun" wenig, weshalb mal ihn empfehlen könnte. Wie gesagt: Es gibt ein paar interessante, weil ungewöhnliche Landschaftsaufnahmen, die Monsterkostüme sind OK, die Miniaturbauten, durch die der Mann im Monsteranzug stolpert, sind recht ansprechend, Barbara Wilson darf von der Kamera beobachtet nackt duschen (diese Szene wurde aus der US-Fassung natürlich rausgeschnitten), aber ansonsten herrscht große Teile des Films bestenfalls Dienst nach Vorschrift. Von Drehbuch-Autor Arthur C. Pierce gibt es jedenfalls bessere Filme.

++ Kommentare ++

++ Kommentar hinzufügen ++

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.