++ Terrornauts, The ++
Die Briten scheinen es mit seltsamen Kopfbedeckungen zu haben, nicht nur in Ascot, sondern auch in ihren Science-Fiction-Filmen, siehe die beiden folgenden Screenshots aus "They Came From Beyond Space" und eben "The Terrornauts" (beide aus dem Hause Amicus Productions, was vielleicht auch die ein oder andere weitere Ähnlichkeit erklärt):
Auch englischer Humor scheint in "The Terrornauts" durch, denn komplett ernst gemeint kann dieser kunterbunte kleine Film kaum gemeint sein. Terror verbreitet er trotz seines Namens jedenfalls keinen.
Nicht nur das Faible für bizarre Kopfbedeckungen teilt sich "The Terrornauts" mit "They Came From Beyond Space", sondern auch gewisse Grundzüge der Geschichte: Es vergeht einige Zeit, bis die Geschichte richtig losgeht und das Thema harmlose Forscher vs. Außerirdische, die mit diesen undurchsichtige Pläne haben:
Eine kleine Gruppe Wissenschaftler arbeitet an einem SETI-ähnlichen Projekt und horcht mit Hilfe eines Radioteleskops ins Weltall, um Signale möglicher außerirdischer Lebensformen aufzufangen. Just als ihnen mangels vorzeigbarer Ergebnisse der Geldhahn abgedreht werden soll, haben sie Erfolg und fangen eine kleine Melodie auf (lange vor "Unheimliche Begegnung der dritten Art"), die offensichtlich intelligenten nicht-irdischen Ursprungs ist. Als die Wissenschaftler auf die Nachricht antworten, kommt flugs ein ferngesteuertes Raumschiff, saugt das komplette Labor an und entschwebt damit zur Station der Außerirdischen auf einem Meteoren. Dort werden die Wissenschaftler (und ein Buchhalter sowie eine Putzfrau) von einem Roboter empfangen und müssen anschließend eine Reihe von Tests bestehen. Denn Ihre Entführer haben eine Aufgabe für sie, von deren Erfüllung auch das Überleben der Menschheit abhängen könnte.
So weit, so gut - mehr soll hier nicht verraten werden; nicht, dass "The Terrornauts" besonders spannend wäre, aber trotzdem.
Die Kulissen der Station der Außerirdischen sind knallbunt, aber eher Sesamstraße als psychedelisch und stehen damit in starkem Kontrast zur vorherigen Spießigkeit des Labors der Wissenschaftler:
Gegen Ende gibt es nicht nur "dramatische" Begegnungen mit böswillgen grünhäutigen Außerirdischen, sondern sogar eine regelrechte Raumschlacht, die aber - dem offensichtlich kaum vorhandenen Budget sei dank - nicht gerade aufregend ausfällt. Hier wäre es besser gewesen, wenn sich der Film darauf konzentriert hätte, ein bunt-bizarres Kammerspiel zu bleiben, statt vergeblich die große Science-Fiction-Geste zu versuchen.
Insgesamt ist "The Terrornauts" ein - allerdings nicht ganz zu unrecht - obskurer, kleiner Streifen, der vor allem für Genre-Sammler von Interesse sein dürfte.


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