++ ++

++ Tumannost Andromedy ++

"Tumannost Andromedy" ("Andromeda Nebel") nach einem Roman von Ivan Yefremov stützt weiter den Eindruck, den ich bisher vom osteuropäischen Science-Fiction-Kino, auf jeden Fall dem russischen, habe: Auch dies ist ein ruhiger, eher langsamer Film, in dem vergleichsweise viel geredet wird und die Protagonisten großteils mit stoischer Gelassenheit auf lebensbedrohliche Katastrophen reagieren. Diese Langsamkeit ergibt zwar viele schöne, atmosphärische, wenn auch verdammt düstere, Bilder, macht "Tumannost Andromedy" aber nicht gerade aufregend.

Die Hauptgeschichte des Films begleitet die Besatzung des interstellaren Raumschiffs Tantra, das in das gewaltige Gravitationsfeld eines "eisernen Sterns" gerät, aus dem es sich nicht mehr befreien kann. Als die Tantra auf einem der beiden Planeten dieses mysteriösen Sterns landen muss, finden sie dort ein geheimnisvolles außerirdisches Raumschiff vor, aber auch ihr von etlichen Jahren verschollenes, ebenfalls dort gestrandetes Schwesterschiff "Segel". Bei ihren Entdeckungsgängen wird die Crew von unsichtbaren Wesen angegriffen, die nur durch die hellen Strahlen des Bordlichts der "Tantra" vertrieben werden können. Mit Hilfe zusätzlicher Antriebsstoffe aus der "Segel" gelingt es schließlich doch, nach einigen Opfern, den Planeten wieder zu verlassen.


Der zweite Handlungsstrang rund um einen den Dienst quittierenden hochrangigen Offizier spielt auf der Erde, wirkt aber noch zäher und insgesamt überflüssig. Eine echte Verbindung zwischen den beiden Ebenen gibt es nicht, bis auf die Tatsache, dass einige der Hauptfiguren auf Erde und Tantra sich kennen und/oder romantisch involviert waren, was aber nicht für sonderlich dramatische Entwicklungen genutzt wird. Außerdem haben Sonden neues intelligentes Leben entdeckt. Durch die gewaltigen Entfernungen im All gibt es aber keinen echten Kontakt. Aber verschiedene Erden-Wissenschaftler arbeiten an der "Komprimierung" von Zeit, die dies überwinden soll. Gerade dieser letzte Ansatz verläuft total im Sande, und ich frage mich, ob dies evtl. nur Exposition für den anscheinend geplanten zweiten Teil einer "Andromeda Nebula"-Reihe sein sollte, der aber nie zustande kam.

Also: Einige hübsche Einstellungen und ordentliche Kulissen im Tantra-Teil der Geschichte, etwas nerviges, und sicherlich sozialistisch gefärbtes, vor allem überflüssiges, gottseidank aber kurzes "Wir verbessern den Menschen"-Pathos im irdischen Teil, und insgesamt nicht sonderlich aufregend.

++ Kommentare ++

++ Kommentar hinzufügen ++

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.