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++ Voyage to the Planet of Prehistoric Women ++

Der B-Movie-Produzent Roger Corman hat nicht nur Francis Ford Coppola die ersten Schritte als Regisseur ermöglicht, sondern einem weiteren späteren Star-Regisseur: Peter Bogdanovich ("Is’ was, Doc?"). So wie Coppola den russischen Film "Der Himmel ruft" zu "Battle Beyond the Sun" ummodeln durfte, durfte Bogdanovich an "Planet der Stürme" rumbasteln, und das, obwohl Corman mit "Voyage to the Prehistoric Planet" bereits eine amerikanisierte Fassung des Films herausgebracht hatte.

"Voyage to the Prehistoric Planet" hält sich relativ eng an die sowjetische Vorlage, "Voyage to the Planet of Prehistoric Women" nicht so sehr. Zwischen die bereits synchronisietern Teile von "Planet der Stürme" setzt Bogdanovich komplett neues Material, das keinerlei Entsprechung in der Vorlage hat: Szenen mit den titelgebenden Frauen. Dazu kommt ein neues Intro mit Raumfahrt-Blabla sowie jede Menge Off-Erzählung aus der Sicht eines der Astronauten einer Venus-Expedition, gesprochen von Bogdanovich selber, sowie einige zusätzliche Effektaufnahmen, die aus "Der Himmel ruft" entnommen sind.

"Star" der neuen Aufnahmen ist Mamie Van Doren, nicht nur Schauspielerin, sondern auch Pin-Up-Girl der 50er. Dies zeigt an, in welche Richtung die neuen Aufnahmen gehen: Die nixenartigen Venus-Blondinen schwimmen in knappen Muschelbikinis im Meer oder liegen schlafend am Felsenstrand, wenn sie nicht stumm auf's Meer gucken und sich telepathisch unterhalten (Aufnahmen ohne Dialog sparen Kosten und stellen an Schauspielerinnen, die hauptsächlich hübsch aussehen sollen, keine größeren Anforderungen).

Natürlich gibt es keine direkte Interaktion zwischen die Astronauten und den Venusianerinnen. Eine Verbindung zwischen beiden Filmteilen wird dadurch hergestellt, dass vor allem der von Bogdanovich gesprochene Astronaut intelligentes Leben auf der Venus vermutet und Indizien dafür findet, und das die Erdlinge einen Flugsaurier abschießen, der sich als "Gott" der Venus-Bewohnerinnen entpuppt. Diese beschwören daraufhin ein Unwetter herauf, dem die Astronauten aber entfliehen können, was wiederum die Venus-Bewohnerinnen dazu bringt, ihren alten Gott zu verleugnen und stattdessen den kaputten Roboter anzubeten, den Besucher zurückgelassen haben.

Diese Beschreibung lässt erahnen: "Voyage to the Planet of Prehistoric Women" hat ist irgendwie seltsam und hat eine bizarr-träumerische Atmosphäre, die unter dem Einfluss passender Substanzen vielleicht dazu ausreicht, den Film mit leichtem Genuss anzuschauen. Wer "Voyage to the Prehistoric Planet" oder gar das Original bereits gesehen hat, wird sich aber aller Wahrscheinlichkeit eher ziemlich langweilen. Ich muss zugeben, dass ich drei Anläufe gebraucht habe, bis ich den Film komplett zu Ende sehen konnte...

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