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++ Welt des Frauenplaneten, Die ++

"Women of the Prehistoric Planet" (dt. "Die Welt des Frauenplaneten" bzw. "Das Steinzeit-Syndrom" bzw. "Das Steinzeitsyndrom", nicht zu verwechseln mit "Voyage to the Planet of Prehistoric Women") hat wie - zugegebermaßen - viele der Filme auf diesen Seiten eine ausgesprochen miserable imdb-Wertung. Ganz unverständlich ist dies nicht. Aber so schlecht, wie die 2 von 10 Punkten dort suggerieren, ist dieser Film aus der Feder und unter der Regie von Arthur C. Pierce nicht; die schlechte Wertung mag auch daran liegen, dass "Women of the Prehistoric Planet" einer der ersten Filme war, die in der amerikanischen Kultserie "Mystery Science Theater 3000" auf's Korn genommen wurden.

Angriffsfläche bietet der Streifen natürlich reichlich, angefangen beim Titel, der mit dem Film rein gar nichts zu tun hat, sondern eine nachgeschobene Idee des Produzenten war, dem Pierces Originaltitel "The Prehistoric Planet" anscheinend nicht reißerisch genug war: Ein Großteil der Handlung spielt zwar auf dem titelgebenden Planeten, nur Frauen gibt es dort eher weniger als anderswo. Wer auf der Suche nach echten Frauenplaneten ist, sollte lieber bei den "Cat-Women of the Moon", der "Queen of Outer Space" oder den "Fire Maidens From Outer Space" vorbeischauen.

Dazu kommt eine nicht allzu originelle Geschichte, die schließlich Elemente aus "Tarzan" ins Weltall verlegt, und selbst das "Twist"-Ende ist nicht wirklich überraschend (trotzdem mag ich es an dieser Stelle nicht unnötig verraten). Die üblichen Großaufnahmen eines Leguans, der ein Riesenmonster darstellen soll, sowie die an einem Faden hängende Riesenspinne überzeugen genauso wenig wie die Sets, die etwa das gleiche Niveau wie die einer Star-Trek-TOS-Folge haben, oder der obligatorische, aber leider kaum witzige Comic-Relief-Bordingenieur.

Trotzdem kann und will ich den Film nicht komplett verdammen, vor allem aus einem Grund: Wie fast allen Filmen von Arthur C. Pierce merkt man auch "Women of the Prehistoric Planet" an, dass er nicht nur als flotte Geldmacherei herunter gekurbelt wurde, sondern Liebe zum Genre Science Fiction ist spürbar, das Bemühen darum, einen guten SciFi-Film mit beschränkten Mitteln zu schaffen - auch wenn dies nicht gelingt.

Beispiele: Wie viele weitere Filme aus jener Zeit gibt es, in einen relativistische Zeitdilatation von den Figuren diskutiert, sogar zu einem wichtigen Plotpunkt wird? (Auch wenn ansonsten einiges an Techno-Babbel geboten und manches andere technisch-wissenschaftliche Problem nicht angesprochen wird.)

Wie viele weitere Filme aus jener Zeit beschäftigen sich ernsthaft sozialen Auswirkungen des Zusammentreffens mit Außerirdischen: In "Die Welt des Frauenplaneten" sind die außerirdischen Zentaurier (die von Schauspielern asiatischer Abstammung in durchgängig rosa Bekleidung gespielt werden) Wesen zweiter Klasse, die von den Raumfahrern (darunter Wendell Corey ein ein deutlich älter gewordener John Agar) kulturlos betrachtet und als niedere Arbeitskräfte geduldet werden.

Also: "Women of the Prehistoric Planet" ist sicher keine verkanntes Meisterwerk, aber auch bei weitem nicht einer der schlechtesten SciFi-Filme seiner Zeit.

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