++ Antonio Margheriti ++

Der italienische Regisseur Antonio Margheriti verantwortete Anfang der 60er Jahre (teils unter seinem Pseudonym Anthony M. Dawson) einige der interessantesten europäischen Science-Fiction-Filme, die zumindest teilweise ihr geringes Budget durch filmischen Einfallsreichtum kompensieren können - und ansonsten durch ihren verstaubten Charme zu begeistern wissen.

Mehr Informationen gibt es auf der Seite von Eduardo Margheriti über seinen Vater: www.antoniomargheriti.com

++ ++
Battle of the Worlds DVD

Pianeta degli uomini spenti, Il

Italien, 1961

"Battle of the Worlds" (ital. "Il Pianeta degli uomini spenti") ist ein weiterer Italo-Bunsenbrenner-Film von "Gamma I"-Meister Antonio Margheriti und visuell sein beeindruckenster - was man sogar anhand der im Billig-DVD-Umlauf befindlichen Version erkennen kann, die anscheinend aus einer 16mm-Kopie erstellt wurde und leider schlechtes Bild und üblen Ton hat. Schade, wirklich schade.

Trotzdem: fast ein vergessener Klassiker.

++ ++
Assignment: Outer Space DVD

Space Men

Italien, 1960

"Assignment: Outer Space" (it. Originaltitel "Spacemen" oder "Space Men") war Antonio Margheritis ("Gamma Uno Tetralogie") erste Regiearbeit. Damit ist ihm gleich ein interessantes Kleinod zwischen Space Opera und philosophischem Kammerspiel gelungen. Aufhänger der Geschichte ist, dass der Reporter Ray Peterson ins All geschickt wird, um Strahlungsschwankungen zu untersuchen. Dabei gerät er in eine riskante Rettungsaktion, als das führerlose Raumschiff "Alpha 2", das nur noch von seinem "Elektronenhirn" gesteuert wird, droht, mit seinem neuartigen Strahlungsschutzschild die gesamte Erde zu zerstören.

++ ++
Wild, Wild, Planet

Raumschiff Alpha

Italien, 1965

Ich weiß nicht mehr welche, aber eine der DVDs mit trashiger SciFi, die ich vor einiger Zeit erwarb und ansah, war als Pseudo-Drive-In-Kinoprogramm aufgemacht. D.h. vor dem eigentlichen "Feature" gab es 60er-Jahre-Werbespots und Trailer für verschiedene thematisch ähnlich gelagerte Filme. Darunter ein großartiger, großartiger Trailer für ein Werk namens "Wild, wild planet" (dt. "Raumschiff Alpha"): Wenn der Film einigermaßen das einhalten würde, was der Trailer versprach, handelte es sich bei "Wild, Wild Planet" um nicht mehr und nicht weniger als den großartigsten, spaßigsten, abgedrehtesten, in einem Wort coolsten Science-Fiction-Film der 60er Jahre.

++ ++
I diafanoidi vengono da Marte

Tödliche Nebel

Italien, 1966

Erstaunlicherweise ist "The War of the Planets" (dt. "Tödliche Nebel"), der zweite Teil der Gamma-Uno-Serie, bei allem auch hier vorhandenem plottechnischem Quatsch und technologisch wirrem Gebabbel ein zutiefst humanistischer Film, auch wenn er im Großen und Ganzen konventioneller als "Wild, Wild Planet" daherkommt und mehr in die Richtung traditioneller Space Operas tendiert, ergänzt durch leichte Horrorelemente. Dazu kommt diesesmal ein eher klassisch orchestraler, aber enorm effektiver, geradezu nobler Soundtrack.

++ ++
Il pianeta errant

Orion 3000 - Raumfahrt des Grauens

Italien, 1966

"War Between the Planets" (dt. "Orion 3000 - Raumfahrt des Grauens") ist im Prinzip eine Art "Armageddon"-Vorläufer: Ein "wilder" (d.h. ohne Umlaufbahn) Planet rast auf die Erde zu und löst durch seine Gravitationskräfte Naturkatastrophen aus. Gamma-I-Kommandeur Rod Jackson wird mit einem Raumschiff losgeschickt, diese Gefahr abzuwenden. Dabei stellt sich heraus, dass es sich bei dem vermeintlich planetaren Irrläufer um eine riesige Lebensform handelt, die von Jackson und Co. kurzerhand abgeschlachtet und damit "entschärft" wird.

++ ++
La morte viene dal pianeta Aytin

Dämonen aus dem All

Italien, 1966

"The Snow Devils" (dt. "Dämonen aus dem All"), der vierte und letzte Teil der Gamma-I-Reihe, ist schließlich nur noch albern, aber dabei schrecklich langatmig. Außerirdische versuchen, mit Hilfe von Energiestrahlen die polaren Eisfelder der Erde zu schmelzen, um eine weltweite Überflutung zu provozieren, damit anschließend der Planet bei erneuter starker Abkühlung komplett von Eis bedeckt sei. Denn es handelt sich bei ihnen um grüngesichtige, zottelige Quasi-Yetis, die Unter-Null-Temperaturen zum Überleben brauchen, deren Heimatwelt aber durch kosmischen Drift vom Untergang bedroht ist.

Inhalt abgleichen