++ Gamma I ++

Der italienische Regisseur Antonio Margheriti (a.k.a. Anthony M. Dawson) drehte 1965 innerhalb dreier Monate vier Science-Fictione-Filme in den gleichen Kulissen ab (die ursprünglich als Fernsehfilme geplant waren, was man ihnen auch ansieht...), jeweils zwei davon mit den gleichen Schauspielern, die auch die gleichen Figuren darstellen. Fixpunkt dieser Tetralogie ist die Raumstation "Gamma Uno". Dementsprechend ist das Ganze in den USA, in denen Warner die Filme vertrieb, auch als "Gamma I Quadrilogy" bekannt.

"Wild, Wild Planet" (dt. "Raumschiff Alpha"), den ersten Teil der Reihe, kann man wegen der wilden Ideen und des groovigen 60s-Looks empfehlen, ebenso "The War of the Planets" (dt. "Tödliche Nebel") wegen der soliden Geschichte mit etwas Tiefgang, jedenfalls falls sie einmal auf "Tele 5", dem "Vierten" oder "Premiere" in der Flimmerkiste laufen sollten.

Die beiden weiteren Filme der Original-Reihe, "War Between the Planets" (dt. "Orion 3000 - Raumfahrt des Grauens") sowie "The Snow Devils" (dt. "Dämonen aus dem All") sind vor allem für Trash-Fans und SciFi-Historiker interessant.

1968 erschien mit der italienisch-japanisch-amerikanischen Co-Produktion "The Green Slime" (dt. "Monster aus dem All") sogar eine Art inoffizieller fünfter Teil der "Gamma I"-Reihe.

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La morte viene dal pianeta Aytin

Dämonen aus dem All

Italien, 1966

"The Snow Devils" (dt. "Dämonen aus dem All"), der vierte und letzte Teil der Gamma-I-Reihe, ist schließlich nur noch albern, aber dabei schrecklich langatmig. Außerirdische versuchen, mit Hilfe von Energiestrahlen die polaren Eisfelder der Erde zu schmelzen, um eine weltweite Überflutung zu provozieren, damit anschließend der Planet bei erneuter starker Abkühlung komplett von Eis bedeckt sei. Denn es handelt sich bei ihnen um grüngesichtige, zottelige Quasi-Yetis, die Unter-Null-Temperaturen zum Überleben brauchen, deren Heimatwelt aber durch kosmischen Drift vom Untergang bedroht ist.

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The Green Slime

Monster aus dem All

Italien, Japan, USA, 1968

"Der grüne Schleim", wenn das nicht mal ein großartiger Filmtitel ist. Das dürften die deutschen Übersetzer von "The Green Slime" leider nicht so gesehen haben, als sie daraus "Monster aus dem All" machten. Hallo generisches Nichtssagen! Auf wiedersehn einprägsamer Hingucker! Also wirklich. Gegen "Monster aus dem All" gewinnt "grüner Schleim" jedenfalls ohne ins Schwitzen zu kommen und Satzverlust. Die Vorfreude steigert sich weiter, wenn man weiss, dass es sich obendrein um eine Art 1968er-Nachfolge-Film der "Gamma-Uno-Tetralogie" von Antonio Margheriti handelt.

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Il pianeta errant

Orion 3000 - Raumfahrt des Grauens

Italien, 1966

"War Between the Planets" (dt. "Orion 3000 - Raumfahrt des Grauens") ist im Prinzip eine Art "Armageddon"-Vorläufer: Ein "wilder" (d.h. ohne Umlaufbahn) Planet rast auf die Erde zu und löst durch seine Gravitationskräfte Naturkatastrophen aus. Gamma-I-Kommandeur Rod Jackson wird mit einem Raumschiff losgeschickt, diese Gefahr abzuwenden. Dabei stellt sich heraus, dass es sich bei dem vermeintlich planetaren Irrläufer um eine riesige Lebensform handelt, die von Jackson und Co. kurzerhand abgeschlachtet und damit "entschärft" wird.

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Wild, Wild, Planet

Raumschiff Alpha

Italien, 1965

Ich weiß nicht mehr welche, aber eine der DVDs mit trashiger SciFi, die ich vor einiger Zeit erwarb und ansah, war als Pseudo-Drive-In-Kinoprogramm aufgemacht. D.h. vor dem eigentlichen "Feature" gab es 60er-Jahre-Werbespots und Trailer für verschiedene thematisch ähnlich gelagerte Filme. Darunter ein großartiger, großartiger Trailer für ein Werk namens "Wild, wild planet" (dt. "Raumschiff Alpha"): Wenn der Film einigermaßen das einhalten würde, was der Trailer versprach, handelte es sich bei "Wild, Wild Planet" um nicht mehr und nicht weniger als den großartigsten, spaßigsten, abgedrehtesten, in einem Wort coolsten Science-Fiction-Film der 60er Jahre.

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I diafanoidi vengono da Marte

Tödliche Nebel

Italien, 1966

Erstaunlicherweise ist "The War of the Planets" (dt. "Tödliche Nebel"), der zweite Teil der Gamma-Uno-Serie, bei allem auch hier vorhandenem plottechnischem Quatsch und technologisch wirrem Gebabbel ein zutiefst humanistischer Film, auch wenn er im Großen und Ganzen konventioneller als "Wild, Wild Planet" daherkommt und mehr in die Richtung traditioneller Space Operas tendiert, ergänzt durch leichte Horrorelemente. Dazu kommt diesesmal ein eher klassisch orchestraler, aber enorm effektiver, geradezu nobler Soundtrack.